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BDFA-NRW Landesfilmfestival 2026

Erfolge beim Kurzfilmfestival Rheinland 2026

Landesfilmfestival Region Rheinland im Stadtmuseum Düsseldorf

 

Die Arbeitsgemeinschaft der Region Rheinland unter maßgeblicher Beteiligung des Futura Film-Clubs Düsseldorf e.V. hatte wieder zum Kurzfilmfestival in das Düsseldorfer Stadtmuseum eingeladen. Nach nunmehr 13 Jahren im Ibach-Saal mussten wir uns alle an einen neuen Raum gewöhnen, dem Johanna Ey Forum. Am 28. Februar und 1. März dieses Jahres gingen insgesamt 33 Kurzfilme über die Leinwand – der kürzeste gerade einmal 30 Sekunden, der längste fast eine halbe Stunde.

Die meisten Beiträge waren Dokumentarfilme, daneben gab es Naturfilme, Videoclips und auch Animationen. Regelrechte Spielfilme waren bis auf einen dann doch eher Mangelware. Die Jury unter der Leitung von Margot Kühn aus Troisdorf hatte keine leichte Aufgabe, aus dem reichhaltigen Angebot die besten Filme auszuwählen.

 

Vier erste Preise wurden vergeben, was von der hohen Qualität der Arbeiten spricht. Bester Film des Festivals und wurde der ungewöhnliche Reisefilm Im Atem der Ewigkeit von Martha Schorn aus dem Futura Film-Club Düsseldorf, ein Film mit einer ganz eigenen Geschichte um die verstorbene Mutter und deren gemeinsame Erlebnisse während zahlreicher USA-Reisen. Ein weiterer 1. Preis und der Preis für den Besten kulturellen Beitrag ging an Bandwirken in Wichlinghausen von Erich Schulte vom Filmclub SFW Wuppertal. Er zeigt die Arbeit an einem historischen Webstuhl, ein stiller Abschied von einem lebhaften Handwerk ohne Zukunft. Weitere 1. Preise gingen nach Mönchengladbach an Michaela Pfeiffer vom Filmclub -Objektiv-e.V.  für Mittelbau Dora über das gleichnamige KZ im Harz, in dem am Ende des 2. Weltkrieges menschenverachtend und todbringend in dessen Stollen an der angeblichen Wunderwaffe V 2 gearbeitet wurde und an Heidulf Schulze von Kamera aktiv für Ein Initiationsfest der Waurá. Ein typischer Schulze-Film, über ein Naturvolk in Brasilien, eine genaue Beobachtung über die Traditionen des Stammes und dessen gleichzeige Hinwendung zur Moderne. Einen zweiten Preis und den Preis für die Beste Montage erhielt Andreas Klüpfel vom Futura Film-Club Düsseldorf für Kanupolo. Die Jury lobte die klare Struktur und gute Kameraarbeit dieses Sportfilms besonders auch bei den Interviews. Schließlich erhielt Thomas Flehmig vom gleichen Club für die Animation Die Antwort ebenfalls einen 2. Preis und den Preis für den Besonderen Film, einer der ersten durchgängig mit KI erzeugten Filme.

 

Ein weiterer Film muss erwähnt werden: IODUCUS, von Andreas Klüpfel aus dem Futura Film-Club Düsseldorf, ein Spielfilm mit Elementen der Animation, über einen Dämon zweiter Klasse, der durch geschickte Ansprache des Protagonisten auf die menschliche Seite gezogen wird. Die Jury: „Ein unterhaltsamer Film mit der Aussage: zur Hölle mit der Hölle.“ Es war der Film mit den meisten Mitwirkenden, die am Schluss auf der Bühne standen und den 2. Preis in Empfang nahmen.

 

Die Jury zeichnete weitere 21 Filme mit 2. und 3. Preisen aus und meldete insgesamt 16 Filme zu den Bundesfilmfestivals weiter, was auch ein Zeichen hoher Qualität ist.

 

Im Verlaufe des Festivals konnte der Landesverbandsvorsitzende Andreas Klüpfel auch zwei verdiente Filmer für ihre 25- bzw. 40-jährige Mitgliedschaft im BDFA ehren, nämlich Horst Groth aus Wuppertal und Heidulf Schulze für seinen Club Kamera aktiv Mönchengladbach.

 

Regionsleiter Bernhard Zimmermann bedankte sich zum Schluss des Festivals bei der Jury, dem Technikteam, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und dem Cateringteam. Letztere hatten an die 80 Besucher über die zwei Festivaltage wieder einmal gut bewirtet.

 

Schön war’s

Ihre Barbara Zimmermann